Schreiben vom Ministério da Educação e Cultura, Direcção de Planificação e Cooperação
Maputo 24.1.06 - Eingang 15.02.06
Ref. 55/DCI/DIPLAC/06
Betr.: Bericht und Bilder von Ancuabe
Wir senden Ihnen hiermit den Bericht des Schulleiters von Ancuabe bezüglich des von Ihnen geschickten Geldes und ebenso einige Fotos, um Ihnen einen Eindruck davon zu geben, wie es mit der Schule zur Zeit aussieht.
Bitte nehmen Sie unsere freundlichen Grüße entgegen, die wir auch allen Mitgliedern der Gruppe, die Ancuabe unterstützt, auszurichten bitten.
Siegel / Unterschrift: Manuel Rego
für den Direktor für Planung und Zusammenarbeit![]() Direktor Shamaki | ![]() Päd.Dir.Armancio |
![]() Im Schulsekretariat |
REPUBLIK MOSAMBIK, PROVINZ CABO DELGADO
Distrikt Ancuabe
Distrikt Direktion für Erziehung und Kultur, Primarschule 2. Stufe von Ancuabe-Sede
Betr.: Bericht über den Verlauf der Bauarbeiten der Sanitäranlage für die Schule EP2 von Ancuabe-Sede
Die Direktion der EP2 von Ancuabe legt hiermit den Bericht über die Verwendung der Mittel aus dem Projekt Internationale Zusammenarbei KKM - Freunde in Deutschland vor.
Genau zu Beginn dieses Jahres erhielt die Schule die Mitteilung von der Provinz Direktion, dass von den Partnern in Altena in der BRD Mittel im Wert von 25.000 US $ eingetroffen sind. Die Schule nahm diese Nachricht mit großer Dankbarkeit entgegen und begann sofort mit der Aufstellung der Notwendigkeiten, unter denen der Sport und die Sanitäranlagen der Schule die höchste Priorität hatten , wie es auch in dem Brief aus Altena angegeben war.
Es wird hervorgehoben, dass die Schule sich sofort mit der Provinzdirektion für Erziehung und Kultur (DPEC) in Verbindung setzte, um die entsprechenden Maßnahmn in Gang zu bringen, wobei sich die Notwendigkeit ergab, sich über einen lokalen Bauunternehmen mit lokalen Kräften in Verbindung zu setzen. Die Schule beauftragte Herrn .Egas Joaquim von der Firma ECA (Empresa de Construções e Arquitectura) um einen Kostenvoranschlag zu erstellen und die Arbeiten zu planen. Hiernach, betrug der Kostenrahmen insgesamt etwa 296.000.000,00 Mt. ( in Worten zweihundertsechsundneunzig Millionen Meticais. Die Direktion der Schule bat die DPEC diesen Betrag an die Schule zu überweisen, welche ihrerseits mit dem Bauunternehmen den Vertrag unterzeichnete.
![]() Block A - Klassenraum und Sekretariat |
![]() Das neue Sanitärgebäude |
![]() die renovierten Schulgebäude |
Die Arbeiten wurden innerhalb eines Zeitraumes von 45 Tagen ausgeführt und liefen ohne größere Aufregungen ab. In diesem Moment (Dezember) hoffen wir darauf, dass uns 108.000.000,00 Mt. (Einhundertacht Millionen Meticais) überwiesen werden , um Wasser von dem kleinen städtischen System der Wasserversorgung, das unterhalb der Schule vorbeiführt, her zu leiten, damit die Sanitäranlagen adäquat genutzt werden können.
Auf der anderen Seite wurde außer einem Anteil für die Sportausstattung der Schule ein Teil des Geldes, nämlich 100.000.000,00 Mt (Hundert Millionen Meticais) dazu verwendet, die Gebäude neu anzustreichen und die Löcher im Fußboden zu beseitigen.
Ancuabe, den 28. November 2005
Siegel
gez. Augusto Damoao Shamaki
Direktor der Schule
![]() Die Fussballmannschaft |
![]() im Unterricht |
![]() Volleyballspiel |
Petra Aschoff, ehem. Geschäftsführerin des KKM, arbeitet jetzt für die Deutsche Welthungerhilfe in Maputo . Anläßlich einer Reise in die Provinz Cabo Delgado hatte Sie Gelegenheit, am 15.6.05 einen Abstecher zu "unserer" Schule in Ancuabe zu machen.
Am 22. Juni schickte sie einen Bericht per e-mail, der hier wieder gegeben ist, soweit er Ancuabe betrifft.
"Bin gerade zurueck aus Cabo Delgado. Auf dem Weg nach Meluco - wo schon seit 5 Jahren eines der grossen DWHH-Projekte umgesetzt wird - habe ich den Brief beim Schulleiter in Ancuabe abgegeben. Er hat sich total gefreut und gefragt, ob ich eine Antwort mitnehmen kann! Als wir bei der Schule ankamen, standen gerade alle Schuelerinnen und Schueler aufgereiht, um die neue Nationalhymne zu ueben - diese Woche kommt der neue Gouverneur zum Antrittsbesuch nach Ancuabe. Wir haben ihn schon am Freitag/Samstag in Meluco erlebt."
"Heute morgen sind wir um 5 Uhr in Meluco aufgebrochen, waren um 7 Uhr in Ancuabe - der Schulleiter hatte den Brief fuer Euch fertig und fragte vorsichtig, ob ich auch eine kleine Skulptur mitnehmen koennte. Wie klein denn? klein - ungefaehr 1 Kilo... nun bin ich voruebergehende Besitzerin einer sehr schoen gearbeiteten! Elefantengruppe aus Hartholz - Palmrosa! und werde sie im Juli mitbringen. Elefanten haben fuer die Region eine besondere Bedeutung - nehmen zu, zerstoeren viele machambas und die Menschen duerfen sie nur verscheuchen - nicht aber schiessen - es ist Naturschutzgebiet, ohne dass sich die Provinzregierung in irgendeiner Weise um die daraus entstehenden Probleme kuemmert. Bei der Dorfversammlung haben die Einwohner das Problem mehrfach angesprochen, der Kommentar des Gouverneurs war, dass es zu viele Holzeinschlagskonzessionen gibt, die Elefanten deshalb nicht genug zu essen haetten. Er wuerde einige der 140 Konzessionen streichen. Die Leute sollten den Administrator informieren, wenn die Elefanten kommen, der die Polizei, die evtl. die Polizei aus dem Nachbardistrikt um Hilfe bitten und alle zusammen die Elefanten vertreiben. Die kommen aber alle Naechte... "
In Pemba hatte ich auch den Direktor der DPE angerufen und er kam abends ins Hotel und hat sich Deinen Brief dort abgeholt. Er hatte wenig Zeit - aber immerhin kam er - und findet es schade, dass sich die anderen Schulen nicht mehr melden.
Euch allen ganz herzliche Gruesse
von Petra
und hier folgtder Brief aus Ancuabe
Schulleiter Shamaki, EP2 Ancuabe /Cabo Delgadoschreibt am 20. Juni 2005:Liebe Freunde in Altena,
vor allem anderen danke ich sehr herzlich für die Mühe, die Ihr unternommen habt um einen Brief so schnell zu uns gelangen zu lassen hier nach Ancuabe. Noch niemals hat uns ein Brief von Altena in so kurzer Zeit, quasi in 5 Tagen, erreicht. Vielen Dank dafür.
Wir bereiteten uns gerade vor, mit allen Schülern in die Klassenräume zu gehen, als Frau Petra Aschoff mit ihrem Auto mitten unter uns erschien und den Brief übergab. Es war um 13 Uhr am 15. Juni 2005. Mit diesem Brief empfingen wir viele Grüße von unseren Freunden an unsere Schule, an alle Schülerinnen und Schüler und an die geschäötzten Lehrer. Wir wissen deshalb, dass unsere Freunde aus Altena noch immer daran interessiert sind, die Freundschaft weiter auszubauen.
Uns geht es allen gesundheitlich gut, ebenso wie unseren Familien und unseren Kindern. Die Arbeit geht gut vonstatten und das erste Trimester haben wir mit einem Erfolg von 72,6 % abgeschlossen.
Wir nutzen den Besuch von Frau Petra Aschoff unseren Freunden in Altena auch schnell eine Botschaft zu schicken . Wir wissen, dass Eure Freundschaft stark ist und nicht nur die Schule sondern auch unser Land und Afrika insgesamt umfaßt.
Der in eurem Brief genannte Betrag ist dazu bestimmt, die sanitären Anlagen der Schule zu verbessern und eine kleine Wasserleitung von unserem kleinen System in Ancuabe zu unserer Schule zu bauen. Wir sind dabei, das Projekt für diese Arbeiten vorzubereiten und hoffen, dass die Provinzdirektion für die öffentlichen Arbeiten bald beginnt.
Unser Sportclub hatte Schwierigkeiten mit dem Beschaffen von Sportausrüstung. Wir sind deswegen in Kontakt mit der Provinzdirektion für Erziehung und Kultur von Cabo Delgado.
Die Schule arbeitet zur Zeit mit acht (8) Lehrern , die 10 Fächer in zwei Schichten unterrichten, vormittags und nachmittags; und 10 Klassen. Unsere Klassen sind sehr voll, weil jede mehr als 60 Schüler umfaßt.
Unsere gesundheitlichen Probleme werden von einem Gesundheitszentrum betreut, das nahe bei uns gelegen und für Schüler und Lehrer zuständig ist.
Die größte Entfernung zur Schule für die Lehrer beträgt zwei km und wird im allgemeinen mit dem Fahrrad zurückgelegt.
Leider können wir für die Schüler während ihres Aufenthaltes in der Schule keine Mahlzeit bereitstellen. Das ist umbekannt für sie.
Es gibt ein Schulfeld, wo die Lehrer und Schüler gemeinsam mit recht groben Werkzeugen arbeiten, vor allem im zweiten Zyklus, oder im zweiten Trimester, um heimische Bohnen anzubauen. In diesem Jahr gab es Schwierigkeiten durch Regenfälle, die die ganze Region während der Ernte betroffen haben.
Die Schüler, die das dritte Jahr der Alfabetisierung abgeschossen haben machen in der 6. Klasse unserer Schule weiter. Das ist die zweite Stufe.
Auf eure Frage bezüglich unseres Fußballclubs: er konnte siegreich an den Distriktmeisterschaften 2003 teilnehmen und kam dadurch auch in die Provindausscheidung in Pemba. Nach derm 4. Spiel schied er jedoch leider aus und mußte in den Distrikt zurückkehren.
Was mein eigenes Leben angeht, will ich auf eure Bitte "über viele kleien Dinge meines Lebens" zu berichten eingehen. Wir haben in unserer Stadt einen Generator, der nur wenige Male im Monat funktioniert und das hat natürlich Einfluß auf unser Familienleben. Die Menschen gewöhnen sich daran, kleine Generatoren für die häusliche Stromerzeugung zu benutzen . Eine Wasserleitung in dem Stadtteil, in dem wir leben, liefert nur etwa eineinhalb Stunden pro Tag Wasser. Wir planen auf diese Weise kleine Dinge wie Fernsehen, Video oder ein Motorrad für die Familie zu bekommen. Das geht so weit, dass wir einen kleinen Marktstand auf dem lokalen Markt planen.
Auf der anderen Seite flüchten wir uns auf unser Feld, um in den Monaten zu überleben, in denen die Einkünfte ausbleiben. In meinem Haus zum Beispiel gibt es drei Kinder und ich muß viel für die Ernährung und Erziehung meiner Kinder ausgeben, vor allem am Weltkindertag, dem 1. Juni und zu anderen nationalen Festen. Deshalb ist es schwer, sich das vorzustellen.
In Wirklichkeit lebe ich aber ganz gut, denn ich bin an diese Lebensbedingungen gewöhnt. Für einen Neuankömmling wäre das schwierig. Manchmal schlafen die Kinder früh, weil es keine Geselligkeit gibt, weil der Strom fehlt. Aber in Kürze wird die Stadt wohl ausreichend Strom bekommen.
Der Hausangestellte holt Wasser, wenn die Wasserleitung funktioniert oder von den Brunnen.
Normalerweise stehen im Hof mehrere kleine Häuser, denn sie sind aus Holz und Lehm und haben kleine Zimmer, die nur für wenige Menschen Platz bieten. Die Konstruktion ist halbwegs dauerhaft und hält für jeweils fünf Jahre, denn die Strohdächer auf den Holtzhäusern halten nicht länger.
Das ist ein bißchen von meiner Geschichte über das Leben in Ancuabe. Ich wünsche euch gute Gesudnheit und ein langes Leben und umarme euch freundschaftlich
euer Augusto Damião Shamaki
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29.06.05
Rk/-
Kurz vor Weihnachten 2002 kam ein dicker Briefumschlag vom Erziehungsministerium. Nelessia Cossa hatte bei ihrem Besuch in Ancuabe dringend darum gebeten, daß man doch unsere Briefe beantworten möge. Mit Erfolg! Nicht nur der Schulleiter und der Sportlehrer meldeten sich, sondern auch 15 Briefe von Schülerinnen und Schülern, gezeichnete Bilder und Fotos von der im Distriktchampionat siegreichen Fußballmannschaft kamen an.
Briefe schreiben gehört nicht zu den alltäglichen Gepfogenheiten der Menschen in Mosambik. Und natürlich tun sich die Schülerinnen und Schüler schwer damit. Um so mehr freut es uns, daß sie sich so viel Mühe gegeben haben.
Viele schreiben über die Enge in den viel zu wenigen Schulräumen und klagen über die langen Wege, oft 10 - 15 km, die sie zu Fuß zur Schule zu gehen haben. Auch von der fehlenden Energie und Wasserversorgung ist immer wieder die Rede. Aber auch der Dank für die Schulbänke, Sportgeräte und Lehrerfahrräder, die für die letzte Geldsendung gekauft werden konntn, kommt in vielen Briefen vor.
Wir veröffentlichen hier die Briefe von Herrn Shamaki und dem Teamchef der Fußballmannschaft, Herrn Amancio, sowie eine Auswahl der Schülerbriefe und Zeichnungen.
Viel Spaß beim Lesen!
Liebe Koordinatorin,
im Namen der Direktion, der Spieler, der Anwärter und Mitglieder des Klubs der EP2 sende ich Ihnen Grüße nach so langer Zeit ohne Briefwechsel und nach so großen Bemühungen und Arbeit, die dieser Jugendklub in der Fußballsaison , die gerade zu Ende geht unternommen hat und in der die Fußballmannschaft der EP2 von Ancuabe siegreich war.
Liebe Freunde, mit großer Freude und um uns des Geschenkes der Bälle, Trikots, Schuhe, Socken und anderen Sportmaterials würdig zu erweisen und zu danken haben wir unsere Fußballmannschaft trainiert, um die Distriktmeisterschaft im Fußball gewinnen zu können. Um eurer Geste keine Schande zu bereiten, trainieren wir nun für die Teilnahme an der Provinzmeisterschaft im Freizeit-Fußball, zu der wir nach Pemba fahren werden.
Liebe Freunde, Frau Koordinatorin, ich, der Lehrer für die Leibeserziehung Amâncio Afonso habe keine Worte , um Ihnen zu danken . Ich bin der Trainer der Mannschaft und bei einigen Gelegenheiten, in schwierigen Spielen spiele ich selbst mit und in dieser Spielzeit habe ich an 4 Spielen teilgenommen, die als schwierig eingesuft wurden und nur 1 Spiel haben wir verloren.
Um zum Schluß unserer Unterhaltung zu kommen, sende ich Ihnen noch drei Fotos. Und bei nächster Gelegenheit werden wir noch ein paar von der Ausrüstung senden.
Wir wünschen erfolgreiche Arbeit und Gesundheit, auch für die Familie.
Es schrieb Amâncio, Lehrer für Sport und Geschichte.
Eingegangen kurz vor Weihnachten 2002 /übersetzt von Ulla Rinke am 04.01.2003
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| die Siegreiche Mannschaft | Mussa, der Torschütze des Siegestores bei den Distriktmeisterschaften |
Liebe Koordinatorin, liebe Freunde von Altena,
vor allem anderen empfangen Sie meine Grüße für Sie persönlich und für alle Freunde dort im Verein und in Ihren Familien. Ich wünsche das Beste im Namen der Freunde, Lehrer, Schüler und Arbeiter meiner Schule : Viel Gesundheit und langes Leben!
Wir hier in Ancuabe erfreuen uns guter Gesundheit und haben viel Arbeit in der Schule wie auch zu Hause indem wir die Abschlußexamen und auch die Felder für die nächste Aussaat vorbereiten.
Wir haben Ihre Briefe (Anm. vom März 2002) erhalten und haben uns sehr darüber gefreut, haben sie mit den Schülerinnen und Schülern der Schule gelesen und diese haben sich über die Fragen gefreut, die darin enthalten waren und haben viele Briefe geschrieben, die wir heute mitschicken. Und ich hoffe sehr, daß sie dazu führen, daß Sie Ihre Bemühungen verstärken uns bei dem weiteren Ausbau unserer Schule zu unterstützen.
Das Wetter hier ist nicht kühl, sondern im Gegenteil warm und feucht. Deshalb ist der Himmel auch ständig mit Wolken überzogen , aber noch hat es nicht zu regnen begonnen. Aber unsere Pflanzenwelt beginnt schon zu wachsen , die Blätter sprießen und es wird bis Dezember alles weiter grün werden.
Unsere Schule hat in diesem Jahr 398 Schüler, davon sind 305 Jungen und 95 Mädchen, die in 7 Klassen in zwei Schichten pro Tag unterrichtet werden, morgens und nachmittags. Auch haben wir 7 Lehrer und keine einzige Lehrerin, da es davon in unserer Provinz nur sehr wenige gibt.
Liebe Freunde, wie ist das Klima in Ihrer Hemisphäre in dieser Jahreszeit? Ich schätze, daß dort kein Frühling ist, daß die Vögel aufgehört haben zu singen und die Bäume auch nicht blühen.
Ich möchte im Namen aller hier danken für die Hilfe, die die Schule in diesem Jahr konkret am 8. Februar 2002 erhalten hat, indem wir einiges Material für das Geld, das Sie geschickt haben , kaufen konnten. So kauften wir 7 Fahrräder, 5 Fußbälle, zwei Volleybälle, 14 Trikots und die gleiche Anzahl von Schuhen, ein Volleyball-Netz, drei Stoppuhren und die gleiche Anzahl von Trillerpfeifen , sechzehn Paar Stiefel und zwei Mal Ausstattung für Torwarte und zehn Sachbücher. Von dem anderen Teil des Geldes haben wir ungefähr 50 Schulbänke und weitere Materialien gekauft.
Diese Ankäufe wurden durch den Koordinator des Erziehungsministeriums , Herrn Benesse getätigt, der jedoch jetzt aufgehört hat.
Es war noch nicht möglich mit dem Bau weiterer Klassenräume oder anderer Schulräume zu beginnen. Aber so hatte die Schule eine gute Möglichkeit aktiv an den Distriktmeisterschaften teilzunehmen und hat im Oktober dieses Jahres den Meistertitel gewonnen.
Eines unserer Probleme ist die Wasserversorgung mit unserem Mini-System der Wasserzufuhr in Ancuabe. Auch im Kulturbereich ist es nicht ausreichend, da uns zum Teil das Material fehlt, um mit der praktischen Ausübung traditioneller Tänze unserer Region zu beginnen, mit Trommeln und Masken.
Gerade jetzt im Monat Oktober hatten wir ein großes Fest an unserer Schule aus Anlaß des Nationalen Tages des Lehrers. Wir hatten die Möglichkeit unsere Ältesten, unsere Familien und Freunde einzuladen und haben alle gemeinsam gegessen, getrunken und getanzt.
Jetzt bereiten wir ein Fest wegen der Erringung der Distriktmeisterschaft 2002 vor, das noch vor dem Weihnachtsfest stattfinden soll, das sich schon nähert.
Zum Abschluß wünsche ich allen Freunden in Altena ein glückliches neues Jahr. Grüße auch an Ihre Familien und Freunde.
Ihr Freund Shamaki
Ich bin Schülerin in der Klasse 6B
An die Freunde in Altena, Deutschland
Ancuabe, den 18.09.2002
Ich heiße Liena Graciana, bin 13 Jahre alt und gehe seit 1997 zur Schule. Jetzt bin ich in der 6. Klasse u.z. in der 6b. Meine liebe Freundin in Deutschland wie geht es Dir? Mir geht es gesundheitlich gut.
Also, liebe Freunde. Hier in Ancuabe haben wir nicht viele Geschäfte und Märkte. Wir haben nur 3 Läden und 10 Baracken und unser Bazar ist davor.
In unserer Schule haben wir nur 5 Klassenräume. Wir haben keine Autos und unser Distrikt und die Frauen leiden sehr unter der Armut. In unserer Schule haben wir nicht einmal genügend Bänke.
Ich wohne sehr weit und gehe sehr früh los und brauche 3 Stunden , um zur Schule beziehungseise nach Hause zu kommen.
Liena hat ein Bild gemalt, das von dem Text umschrieben ist. Sie hat es genannt" Es lebe der 1. Juni. Meines Wissens ist der 1.Juni der internationale Kindertag. Auf dem Bild ist ein Fest mit Essen und Trinken dargestellt.
Rijali Uraibo Atibo aus der Klasse 7a der Schule in Ancuabe schreibt, daß er ganz zufrieden sei und deshalb eine Karte von Mosambik gezeichnet habe, um sie seinen Freunden in Altena zu schicken. Hier ist sie:
Liebe Freunde und Freundinnen und Sandra in Deutschland,
Seht mal, meine Freundinnen und Freunde, vor allem anderen schicke ich euch meine besten Glückwünsche und daß ihr , eure Lehrer und Lehrerinnen gesund sein möget.
Wer euch hier schreibt, ist ein Schüler der 7. Klasse dieser Schule und heißt ABOALA BUANAR.
Ich bin 17 Jahre alt und stamme hier aus Ancuabe.
Ich weiß nicht viel zu schreiben, aber ich möchte sagen, daß ich sehr dankbar bin für die Sachen, die durch eure Hilfe für unsere Schule gekauft werden konten, nämlich Bänke für die Klassenräume, Spielgeräte für den Sportunterricht, Trikots und Schuhe und Fußbälle für unsere Mannschaft und auch ein Volleyballnetz und Volleybälle. Schließlich haben wir auch noch 7 Fahrräder für unsere Lehrer bekommen.
Wir sind sehr froh darüber. Nur eine Sache ist schlimm. Wir haben kein Transportmitt.el Wir gehen zu Fuß zur Schule und manche müssen 8 km von zu Hause zur Schule gehen oder sogar 16 km, so daß wir oft bis in die Dunkelheit unterwegs sind. Bitte schickt uns noch mehr Sachen.
Grüße an alle Schülerinnen und Schüler und an die Lehrer in Altena in Deutschland. Danke für alles.

Liebe Freunde in Altena,
Der erste Wunsch für Sie ist Gesundheit und ein langes Leben und daß Sie alle viel Glück im Leben haben.
Vor allem anderen möchte ich Sie darüber informieren, daß die Direktion, die Ihnen hier schreibt, neu eingesetzt ist. Ich möchte Ihnen hier die Namen mitteilen:
In diesem Schuljahr hat die Schule 6 Lehrer einschließlich des Direktors selbst, der Unterricht in Mathematik und Biologie in den Klassen 6 und 7 gibt. Der Stellvertreter unterrichtet Geschichte und Sport.
Die übrigen Lehrer sind:
Weitere Angestellte des Sekretariats sind Herr Xavier Abdala und unser ständiger Gehilfe, der auch als Stenotypist und mit dem Umdrucker arbeitet.
Taiar Talipe ist unser Schulwart, der die Schule nachts bewacht, denn es hat verschiedentlich Versuche gegeben, die Schule während der Ruhezeiten auszurauben, deshalb muß er darüber wachen.
Wir sind hier sehr besorgt über unseren Briefwechsel, angesichts der Tatsache, daß es praktisch eine absolute Stille gibt.
In diesem Monat war am 18. Juli 2001 der Koordinator des KKM beim MINED bei uns, der uns der uns erzählte, daß Ihre Freunde nach Maputo kommen. Wann wird das sein und wann kommen sie nach hier? Um die Gebäude zu sehen, die wir errichtet haben denn Fotos reichen ja nicht aus, sie sind nicht genug um alles zu sehen.
In diesem Jahr ist die Anzahl der Schüler auf 286 angewachsen, davon sind 227 Jungen und 59 Mädchen. Es gibt drei Klassen im 6. Und zwei Klassen im 7. Schuljahr und insgesamt sind es also 5 Klassenverbände. Im ersten Halbjahr haben es weniger als 50 % geschafft gegenüber 72,8 % im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Die Schule benötigt mehr Schulräume und mindestens einen Konferenzraum und außerdem natürlich in Zukunft Lehrerhäuser nahe der Schule. Neben der Schule gibt es ein Fußballfeld, aber wir haben keine Bälle und benötigen auch ein Basketballfeld, Handball und Volleyball . Darunter ist eine Bohrung nach Wasser, die aber noch nicht funktioniert. Hierfür brauchen wir Knalisationsmaterial, um unsere Toiletten, die noch im Bau sind zu verbessern. Die Arbeiten an den Toiletten sollen Ende dieses Monats fertig sein.
Unsere Schule hat eine sehr gute Kulturgruppe und betreut die anderen Schulen der Stadt mit.
Aber wir brauchen mehr traditionelle Tänze, begleitet von Trommeln und deshalb hoffen wir auf die Mitarbeit der
Umgebung und auf eine Unterstützung was das Material betrifft.
Alle Bezirke der Gegend haben ihre eigenen traditionellen Tänze und wir möchten sie natürlich gern alle in unserer Schule einstudieren. In dieser Kulturgruppe sind Jungen und Mädchen und wir möchten in Zukunft auch einen reinen Mädchentanz üben, um die Emanzipation der Frau, die an den Schulen in Mosambik große Aktualität hat, auch bei uns zu praktizieren.
Im vergangenen Monat hatten wir ein großes Fest aus Anlaß des Nationalfeiertages am 25 Juni 2001, unserem Unabhängigkeitstag. Dies Mal wurde er von einer großen Mehrheit unserer Bevölkerung gefeiert.
Überraschung!
Heute (20.4.2002) kam ein Brief von der Erziehungsdirektion in Pemba. Der Provinzdirektor für Erziehung, Herr Tiago Horacio Simba teilt mit, daß die im letzten November geschickten 10.000 DM (abzüglich Bankspesen 9.980 DM) für die Anschaffung


e-mail von Nelessia Cossa vom 19.Sept.2002
Nelessia Cossa hat im Erziehungsministerium in Maputo den Koordinator Franzisco Benesse abgelöst. Sie ist jetzt für Kontakte mit der Schulbehörde in Maputo zuständig.
Von einem Besuch in Cabo Delgado hat sie folgenden kleinen Bericht geschickt.
Estimada Senhora Ursula,
Como está? Espero que esteja bem de saúde e que o trabalho
também vá bem.
Fui a Cabo Delgado durante a última semana de Agosto e visitei a
escola de Ancuabe, estavam todos bem alunos e professores. As
cartas que escreveram todas foram recebidas mas ainda não
tinham sido respondidas pelos alunos e prometeram responder
dentro de pouco tempo. Mandaram-vos muitos cumprimentos.
Sem mais, recebam os votos de felicidades e de um bom trabalho.
Nelessia
Liebe Frau Ursula
Wie geht es Ihnen? Ich hoffe Sie sind gesund und die Arbeit läuft gut. In der vergangenen Woche war ich in Cabo Delgado und habe die Schule in Ancuabe besucht. Dort ging es allen gut, Schülern wie Lehrern. Die Briefe, die Sie geschrieben haben (März 2002) sind alle gut angekommen aber die Schüler haben noch nicht geantwortet. Sie haben aber versprochen, nun in Kürze zu antworten und schicken Ihnen viele Grüße.
Ohne mehr für heute sende ich Ihnen meine Wünsche für Glück nd gute Arbeit.
Nelessia Cossa
Außerdem erhielten wir eine Abrechnung der im November letzten Jahres geschickten 10.000 $ - Es wurden 50 Schulbänke, 8 Fahrräder für die Lehrer, Ackerwerkzeug und ganz viel Sportmaterial gekauft.