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Die Häuser aus lokalen Materialien halten höchstens drei Regenzeiten aus, dann müssen sie neu aufgebaut werden. Alle Nachbarn helfen dabei. So geschah es früher auch mit den Schulen. Aber das bindet Kräfte und kostet immer neues Material. Außerdem sind die Unterrichtsmaterialien darin schlecht geschützt.
Als dann die ersten Gelder aus Altena geschickt werden konnten, die Pläne fertig waren, begann man in Ancuabe ein neues "Schulzentrum"zu bauen, feste Häuser aus Stein. Drei ebenerdige Häuser mit je zwei Räumen sah der Plan vor. Das Material wurde von dem Geld gekauft, das aus Altena kam, die Arbeitskraft und Transportmittel stellten die Partner selbst, d.h. die Erziehungsdirektion der Provinz Cabo Delgado in Pemba.
So sah es 1991 aus. Die beiden ersten Häuser stehen schon fast im Rohbau. Das Baugerüst sieht recht abenteuerlich aus.
Da imLande noch Krieg herrscht, immer wieder Überfälle der Rebellen drohen, muß die Baustelle bewacht werden. Sicherlich auch, damit das Baumaterial nicht "abgezweigt" wird.
![]() Schulbau in Ancuabe 1991
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![]() Baugerüst beim Schulbau in Ancuabe 1991 |
In Mosambik gehen die Uhren anders als bei uns. Man muß viel Geduld haben. Es sieht so aus, als wäre man 1993 noch nicht so sehr viel weiter gekommen. Immerhin ist das erst Haus fertig, bei dem zweiten soll das Dach demnächst gedeckt werden und das dritte ist im Bau.

Schulleiter Bacar beim Schulbau 1993
1996 ist es dann endlich so weit. Wie gern wären wir dabei gewesen! Im Herbst kommmt die Nachricht, daß die Schule im Sommer eingeweiht werden konnte. Nun gibt es also fünf Klassenräume und einen Raum für Lehrer, Verwaltung und Material.
![]() Fotos von der Einweihungsfeier im Juni 1996 |
Schüler helfen bei der Vorbereitung des Essens anläßlich der Einweihungsfeier 1996 |
Sicher ist es nicht das, was sich deutsche Kinder und Lehrer von ihrer Schule vorstellen, aber für Ancuabe ist es ein großer Fortschritt. 1996 ist dann auch schon ein Teil der Klassenräume möbliert. In den anderen sitzen die Kinder noch auf dem Fußboden.
Auch das Schulsystem hat sich inzwischen weiterentwickelt. Langsam sinkt die Analphabetenrate im Land, die 1985 noch bei 90 % lag, herab, denn immer mehr Kinder können nun,da auch endlich Frieden im Lande ist, zur Schule gehen.
1999 besuchte Francisco Benesse, der als Koordinator für Schulpartnerschaften beim Ministerium für Erziehung in Maputo fungiert, Ancuabe und brachte Fotos von "unserer " Schule mit.

Nach dem letzten Bericht aus Ancuabe platzt die Schule aus allen Nähten.
Im Sommer 2005 konnte die ehemalige Geschäftsführerin des KKM, die zur Zeit bei der Welthungerhilfe arbeitet, anläßlich einer Reise in einen benachbarten Ort, auch bei "unserer " Schule vorbeischauen. Sie brachte die Information mit, dass sich jetzt fast 600 Kinder die fünf Klassenräumeteilen . Es wird in zwei Schichten unterrichtet, vormittags und nachmittags. Die Klassenfrequenz beträgt 50 - 60 Kinder bw. Jugendliche. Im leztten Jahr konnten die dringend benötigten sanitären Anlagen gebaut werden. Aber nun werden erst einmal wieder dringend weitere Klassenräume gebraucht.